Zelten auf Sylt im Herbst – unser Urlaub

Die Reise nach Sylt ist immer etwas ganz besonderes! Wie unsere Reise war und wie wir unsere Tage im Zelt verbracht haben erzähle ich Euch hier.

Die Hinreise

Wir sind am Tag der Hinreise ganz früh aufgestanden (so gegen halb 7) und haben uns gleich fertig gemacht, die Sachen in das Auto gepackt (wir hatten ja natürlich alles vorbildlich am Vorabend bereitgestellt ^^) und haben noch was kleines gefrühstückt. Dann ging die Fahrt los nach Niebüll. In Niebüll ist nämlich der Autozug, der Autofahrer auf die Insel fährt. Es gibt neben der Sylt-Fähre (Schiff) oder dem Privatflugzeug sonst keine andere Möglichkeit, auf die Insel zu kommen. Auf jeden Fall ist Niebüll von unserem Wohnort ca. 3 Stunden weg und die Fahrt war echt angenehm. Auch wenn die kleine Maus schon nach 3 Minuten Autofahrt gefragt hat, ob wir schon bald da sind, hat sie echt super durchgehalten!

In Niebüll angekommen sind wir gleich zum Schalter des Sylt-Shuttle (DB) gefahren und am Automaten haben wir problemlos unser Ticket gezogen. Der Preis ist zwar nicht ganz ohne (100 € für Hin- und Rückfahrt), aber es lohnt sich! Nach einer halben Stunde waren wir schon auf dem Autozug aufgeladen und dann ging es los. Schon die Fahrt auf dem Autozug ist immer etwas ganz aufregendes! Man fährt an Feldern mit Schafen und kleinen Norddeutschen Dörfern vorbei, sieht das Wattenmeer vorbeiziehen und kommt dann in Westerland an. Und dann fuhren wir gleich nach List.

Der erste Tag

Warum nach List? Weil wir erstmal „goschen“ wollten. Wir waren ja schon öfter auf Sylt und jedes Mal gehört ein Besuch im Restaurant „Gosch Sylt“ auf jeden Fall dazu. Mit vollem Bauch und einem Kuschel-Hummer und einem Kescher mehr im Gepäck wollten wir gleich noch das tolle Wetter ausnutzen und sind zum Ellenbogen gefahren. Dieses Mal war noch ziemlich viel los, aber wir bekamen ganz hinten noch problemlos einen Platz auf dem Parkplatz. Die kleine Maus durfte entscheiden, ob wir erst zur Nordsee oder zum Wattenmeer gehen. Sie entschied sich für die Nordsee-Seite und als wir zwischen den Dünen runter zum Strand liefen wurden unsere Augen immer größer. Es ist einfach so wunderschön, wie groß und weitläufig der Strand ist! Man sieht bis zum Horizont und das Meer ludt zum Reinspringen ein. Wir tobten im Sand und liefen rund um die Spitze zur Wattenmeer-Seite. Da war gerade Flut und man konnte ganz nah Krebse und kleine Fischchen sehen. Der perfekte Ort, um den neuen Kescher auszuprobieren ^^ Die kleine Maus fing drei Krebse und als sie sie nacheinander wieder ins Meer lies, wurde sie von einem im Wasser angegriffen und gezwickt. Aber keine Sorge, ihr tat es nicht weh ^^ Aber wir waren erstmal alle sehr überrascht 😀

Dann fuhren wir noch einkaufen und zum Campingplatz in Rantum, denn dort hatten wir unseren Zeltplatz gebucht. Das einchecken verlief einfach und problemlos, wir bekamen noch Kabel für die Stromdose und dann bauten wir unser Zelt auf. Da es noch neu war kannten wir es natürlich noch nicht, aber wir bekamen auch das zu zwei super hin. Die Maus sprang natürlich gleich rein und nahm alles in Beschlag ^^ Im Zelt pumpten wir die Isomatten auf, rollten die Schlafsäcke aus und dann holte mein Mann seinen Campingkocher raus. Denn wir waren natürlich wieder hungrig. Die Suppe wurde schnell warm und wir genossen unseren ersten Abend im Zelt. Danach besuchten die Maus und ich die Sanitäranlagen, um uns bettfertig zu machen. Das tolle ist, dass es dort ein extra Kinderbad gibt. Dafür haben wir eine eigene Zutrittskarte bekommen und dort ist alles drin, was man braucht: Kindertoilette, verschieden hohe Waschbecken, Baby-Badewannen und Windeleimer und Kinderbadewannen. Total süß einfach!

Zum Einschlafen gab es eine Gute-Nacht-Geschichte und noch eine Hörspiel von der Tonie-Box und dann war unser erster Tag auch schon vorbei.

Der zweite Tag

Nach einer schönen, aber doch schon etwas kalten Nacht machten wir in der Früh gleich einen Tee. Und der tat echt gut! Mein Mann holte von der Bäckerei noch Franzbrötchen und Croissants und dann machten wir uns alle fertig. Wir packten alle wertvollen Sachen aus dem Zelt wieder ins Auto und fuhren nach Westerland. Ein bisschen bummeln, essen und shoppen. Als erstes liefen wir zur Strandpromenade, denn gleich nach der Treppe gibt es (bei Créperie am Meer) die besten Crépes der Welt! Ich liebe die Variante mit Nutella und Sylter Meersalz! Dann waren wir noch am Meer, sind durch die Straßen geschlendert, haben uns mit frischem Tee bei der Sylter Tee Company eingedeckt (super süßer Laden und leckere Tees zum Probieren) und haben bei MOIN Sylt zu Mittag gegessen. Die vegane Bowl ist auf jeden Fall zu empfehlen!

Gut gestärkt sind wir noch weiter durch die Stadt geschlendert und waren in Rantum (wo unser Campingplatz war) nochmal am Meer. Da hat die Maus gleich wieder Freundschaft mit einem Mädchen geschlossen und die beiden sind noch im Sand herumgetollt. Zuckersüß einfach! Wir sind mega froh, dass unsere Maus so schnell Freundschaften schließt!

Abends haben wir uns nochmal eine Suppe gekocht, haben uns fertig gemacht und als wir aus dem Waschhaus raus sind, hat es schon richtig gestürmt! Es regnete heftig und die Maus und ich rannten zum Zelt so schnell wir konnten. Als wir dort waren, hing das Zelt schon auf halt acht und mein Mann stemmte sich im Zelt schon richtig dagegen ^^ Es blieb aber standhaft! Pitschnass zogen wir uns im Zelt erstmal um, dann wurde der Sturm weniger. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn dann schlief die Maus auch schon ein.

Der Dritte Tag

In der Nacht aber nahm der Sturm wieder zu und es regnete noch heftiger. Die Maus schlief zum Glück tief und fest, doch mein Mann und ich hatten zu tun. Wir stemmten uns beide von innen gegen das Zelt denn wir dachten, es fliegt jeden Moment weg. So stark hat es gestürmt! Auf jeden Fall wurde es nicht besser und wir beschlossen, alles zusammenzupacken und ins Auto zu packen. Das machten wir auch und kurz bevor wir fertig waren, wurde die Maus wach. Wir packten sie ins Auto, machten ihr Kindle an und dann saßen wir alle im Auto. Das Zelt stand noch da, denn wir wollten besseres Wetter abwarten. Ein bis zwei Stündchen haben wir im Auto noch schlafen können, aber mehr schlecht als recht ^^ Ein 1er BMW ist dafür halt nicht so geeignet.

Als dann die Rezeption vom Campingplatz öffnete war es wieder regenstill, aber immer noch sehr windig. Wir packten das Zelt ein (das tatsächlich standgehalten und wasserdicht war!), checkten aus und bekamen sogar die letzte gebuchte Nacht geschenkt wegen Sturm. Total freundlich! Ich suchte uns eine schöne Bäckerei aus (Backstuuv Rantum) mit heißer Schoki, Croissants und Kuchen wärmten wir uns erstmal auf. Da das Wetter dann so schön war (die Sonne kam raus, es war aber noch sehr windig) gingen wir noch spazieren am Watt und auf einen Spielplatz. Dann fuhren wir noch einmal nach List, um ein letztes Mal zu „goschen“, genossen noch das Wetter und dann fuhren wir auch schon wieder zum Sylt-Shuttle. Leider hatten wir dort eine kleine Wartezeit, was aber nicht weiter schlimm war.

Fazit

Alles in allem war es ein super klasse, wunderschöner und vor allem aufregender Urlaub. Wir mussten zwar einen Tag früher gehen als geplant, was aber nicht weiter schlimm war. Denn Sicherheit geht auf jeden Fall vor!

Wir haben wieder viel dazugelernt und uns ist auch wieder viele klar geworden:

– Zelten ist toll (bloß nicht wenn es stürmt ^^)
– wir haben in so einer stressigen Situation total gut zusammengehalten (kein Gemecker und Angepflaume) und das Beste für uns draus gemacht
– wir haben nichts geplant und einfach in den Tag reingelebt
– wir hatten einen wunderschönen, ruhigen und zum Glück noch sehr sonnigen Urlaub

Alles in allem können wir einen Zelturlaub auf Sylt total gut empfehlen – aber vorher bitte das Wetter abchecken 🙂

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Ein Kommentar zu „Zelten auf Sylt im Herbst – unser Urlaub

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