10 alltägliche Dinge, die wir nicht mehr besitzen

Es gibt tatsächlich ganz normale und alltägliche Dinge, die wir nicht mehr besitzen bzw. bei denen wir gemerkt haben, dass wir sie überhaupt nicht mehr brauchen. Und welche Dinge das sind, zeige ich Dir hier im Beitrag.

Auf unserer Minimalismus-Reise haben wir sehr viel ausgemistet. Uns ist immer wieder aufgefallen, dass wir ganz viele Dinge, von denen wir anfangs total begeistert waren, überhaupt nicht mehr benutzen oder brauchen. Auch als wir dachten, wir hätten schon alle unnützen Gegenstände ausgemistet ist uns aufgefallen, dass wir noch mehr Dinge weggeben können.

Dinge, mit denen wir aufgewachsen sind und bei denen wir niemals gedacht hätten, dass wir irgendwann mal ohne sie leben könnten.

Welche 10 Dinge das bei uns sind und warum wir sie nicht mehr benötigen, zeige ich Dir jetzt:

#1 Wanduhren und Armbanduhren

Wir hatten früher eine Wanduhr in Bahnhofs-Optik im Flur hängen. Immer, wenn ich daran vorbeigelaufen bin, habe ich auf die Uhr gesehen. Und die Wanduhr im Schlafzimmer hat mich immer super gestört, weil sie so laut getickt hat.  Auch hatte ich immer eine Armbanduhr, auf die ich viel zu oft geschaut habe.


Seitdem wir mit dem Minimalismus angefangen haben, haben wir keine Wanduhren und keine Armbanduhren mehr. Eine Zeitanzeige haben wir noch an unserem Backofen, aber sonst ist keine Uhr in unserem Blickfeld. Das finde ich super wichtig, denn mit dem ständigen Blick auf die Uhren waren wir immer getrieben und haben unsere Zeit davonlaufen sehen. 

Mittlerweile gehen wir einfach raus spazieren, ohne ständig auf die Uhr zu blicken. Oder mein Mann und ich gehen ins Bett, wenn wir müde sind. Wir achten seitdem viel mehr auf unsere innere Uhr und achten nur auf die Zeit, wenn es wirklich sein muss.

#2 Bügeleisen/Bügelbrett

Bügeln habe ich nie gerne gemacht. Für mich ist bügeln Zeitverschwendung und ich habe mich  beim Bügeln immer gefragt, warum ich ein Kleidungsstück gekauft habe, das man bügeln muss. Natürlich ist es bei manchen Jobs unvermeidlich, bestimmte Kleidungsstücke zu tragen, die gebügelt sein müssen. Und bei uns war das genauso. Ich musste jeden Tag die Hemden meines Mannes bügeln. 

Doch seitdem wir selbständig von Zuhause aus arbeiten, benötigt mein Mann keine Hemden mehr. Außerdem besitzen wir nur alltägliche Kleidungsstücke, die nicht gebügelt werden müssen. Und wenn doch etwas gebügelt werden müsste, gehen wir bei meiner Schwiegermutter vorbei 🙂

#3 Einmal-Gegenstände

Wir haben schon bei uns Einmal-Gegenstände durch nachhaltige Alternativen ausgetauscht. So zum Beispiel in der Küche: 

Dort haben wir Küchentücher durch Bambus-Küchentücher*, Backpapier durch Dauerbackfolie*, Strohhalme durch Stahl-Strohhalme* und so weiter ausgetauscht.

Auch im Bad haben wir Wattepads durch waschbare Pads, Abschminktücher durch waschbaren Makeupentferner* und Einweg-Rasierer durch einen Rasierhobel ersetzt.

Gerade in der Küche und im Badezimmer kann man viele Einmal-Gegenstände durch plastikfreie und nachhaltige Alternativen austauschen. Das ist bei uns nicht auf einmal geschehen, sondern nach und nach. Wir haben alle Einmal-Gegenstände aufgebraucht und nach und nach durch nachhaltige Alternativen ausgetauscht. Das lohnt sich wirklich!

#4 Zeitschriftenabos

Ich hatte früher vier Zeitschriften-Abos: Zwei für Mode, eins für Zuhause und eins für Kinder. Die haben wir alle schon vor zwei Jahren gekündigt. Oft ist ja viel Werbung darin enthalten, die ganzen Zeitschriften haben sich bei uns gestapelt und durchgelesen haben wir sie doch nur einmal. 

Viele Zeitschriften können in der Bibliothek (auch online) ausgeliehen werden. Ich habe da meine 2 Zeitschriften, die ich (zur Zeit) online lese und dann einfach wieder abgeben kann. Dadurch habe ich meine kleine Auszeit, habe schöne Artikel gelesen, habe aber danach nicht die Zeitschriftenberge, die ich dann irgendwann wieder loswerden muss.

#5 Kabel-TV/Free-TV

Seit mindestens 10 Jahren haben wir keinen Kabelanschluss mehr. Früher lief bei uns im Hintergrund immer der Fernseher und man war doch sehr oft abgelenkt. Und außerdem hat uns die ständige Werbung einfach nur genervt. Seitdem wir das nicht mehr haben, lesen wir mehr und sehen uns nur noch ausgewählte Filme und Serien bei einem Streamingdienst an. So sind wir nicht von den Sendezeiten abhängig und lassen uns nicht mehr berieseln.

Immer wieder lustig ist es, wenn wir bei Freunden und Familie mal in den laufenden Fernseher sehen. Dann merkt man an der Werbung, dass man eine Ewigkeit einfach nicht mehr geschaut hat – und merkt, dass es einem überhaupt nicht fehlt!

#6 Hausschuhe

Seit einigen Jahren tragen wir zuhause keine Hausschuhe mehr. Wir haben sie immer gesucht, sie waren durch unsere Tochter immer im Haus verteilt und irgendwie waren sie (für mich) immer störend am Fuß. 

Mittlerweile fehlen uns unsere Hausschuhe nicht mehr. Im Sommer sind wir oft barfuß zuhause und im Winter haben wir unsere Kuschelsocken an. Und wir freuen uns, dass wir Platz haben und sie auch nicht mehr suchen müssen.

#7 kleine Küchengeräte

Früher war unsere Küche richtig voll. Wir hatten so viele Küchengeräte, die nur für bestimmte Dinge zu benutzen waren: Waffeleisen, Mixer, Toaster, Eierkocher, verschiedene Backformen, Schoko-Fondue, Raclette, usw. Und wie oft haben wir die Sachen benutzt? Vielleicht nur 1-2x im Jahr. Wenn überhaupt. Diese Dinge haben wir nach und nach aus unserer Küche ausgemistet. Denn auf viele Dinge können wir verzichten. Auch haben wir einen Thermomix, der sehr viele Küchengeräte schon ersetzen kann. 

Und wenn wir mal Lust auf eine Waffel haben, verbinden wir das mit einem Ausflug und gehen ganz bewusst in der Stadt eine Waffel essen.

#8 Kaffeemaschine

Ja, das stimmt wirklich! Ich konnte das erst selber kaum glauben! Ich, die täglich rund 6 Tassen Kaffe am Tag getrunken hat, hat keine Kaffeemaschine mehr. Ich war jahrelang ziemlich Kaffee-abhängig und habe teilweise mehr Kaffee als Wasser am Tag getrunken. Das war in der Zeit, als ich noch in einem Großraumbüro gearbeitet habe. Seitdem unsere Tochter auf der Welt ist, hat sich mein Kaffee-Konsum sehr verringert. 

Aber ich brauchte immer noch 3-4 Tassen am Tag. Ich konnte immer noch schlecht einschlafen, schlief schlecht und war mittags immer unglaublich müde. Wir gingen der Situation mal auf den Grund und haben gemerkt, dass diese Nebenwirkungen am  Kaffeekonsum liegen kann. Und weil ich ausprobieren wollte, ob das bei mir am Kaffee liegt, habe ich nach und nach den Kaffee reduziert. Erst weniger Tassen, dann Kaffee ohne Koffein. Und dann Getreidekaffee. Und bei dem bin ich nun hängengeblieben. Und weil wir daheim nur noch Getreidekaffee trinken, benötigen wir keine Kaffeemaschine mehr.

#9 Schreibtisch

Als mein Mann und ich noch in Büros gearbeitet haben, hatten wir Zuhause einen Schreibtisch. Wir haben dort Büroutensilien, hunderte Kullis, Briefmarken, Papier, Briefe und Rechnungen aufbewahrt. Und irgendwie wurde es immer mehr. Allerdings haben wir paradoxerweise am Schreibtisch nicht gearbeitet.

Auch als wir schon von Zuhause aus gearbeitet haben, haben wir nie am Schreibtisch gesessen. Weil er immer zu voll war. Und seitdem wir uns mit dem Minimalismus beschäftigen, ist er immer leerer geworden. Dann war er komplett leer und wir haben entschieden, keinen mehr zu besitzen. Denn wir arbeiten hauptsächlich am Esstisch, auf der Couch oder auch manchmal im Bett 🙂

#10 Couchtisch

Mit dem Couchtisch war es bei uns ähnlich wie mit dem Schreibtisch – er hat hauptsächlich als Ablagefläche gedient. Und zwar nicht nur für Tassen oder Snacks, sondern für Zeitschriften, Kerzen, Briefe, Bedienungsanleitungen usw. 

Bei uns Zuhause ist es so, dass wir im Wohnbereich gar keinen Fernseher haben (der hängt bei uns im Schlafzimmer). Und somit brauchen wir auch keinen Couchtisch. Wenn wir auf der Couch sitzen und etwas trinken, halten wir es in der Hand oder stehen auf und stellen es in die Küche oder auf den Tisch. So haben wir den Platz frei und keine Möglichkeit, wieder etwas vollzustellen.

Viele Jahre haben wir diese Gegenstände bei uns herumstehen lassen, aber wir haben nun für uns entschieden, dass wir nicht mehr mit ihnen Leben möchten. Und wir kommen super damit klar!

Auf welche dieser Gegenstände könntest Du überhaupt nicht verzichten? Und auf welche schon? Ich freue mich sehr über Deinen Kommentar!

Hab noch einen ganz tollen Tag und bis zum nächsten Mal!

Deine Caro

Video zum Beitrag (Youtube: saltypeanut)

4 Kommentare zu „10 alltägliche Dinge, die wir nicht mehr besitzen

  1. Ich finde es immer sehr spannend, auf was mensch so verzichten kann. Auf einige Sachen, wie den Uhren, den Schreibtisch oder kleine Küchengeräte, kann und will ich aktuell nicht verzichten. Die Kaffeemaschine haben wir aber auch nicht mehr. Vor drei Jahren kam auch das Auto weg. Wir wohnen in der Großstadt und brauchten es kaum. Jetzt leihen wir uns im Zweifel eins. 🙂 Hausschuhe habe ich auch keine mehr. Stulpen und dicke Socken reichen.

    1. Das ist klasse! Ja, ich finde es auch super spannend, welche Dinge man eigentlich garnicht braucht. Und das muss immer jeder selber für sich herausfinden 🙂 GLG

  2. Auf den Cochtisch könnten wir nicht verzichten.

    Kaffee trinken wir nicht. Armbanduhren stressen mich und sind mir unangenehm am Handgelenk, das Bügelbrett brauchen und haben wir nicht, mein Mann sollte Zeitschriftenabos kündigen (er kommt eh nicht dazu … aber er ist entweder zu träge oder noch nicht bereit dazu), Fernsehen mit Werbung haben wir auch nicht (merken es immer an den Kindern, wenn sie von der Oma kommen), Hausschuhe habe ich persönlich für mich sogar nach langer Abstinenz wiederentdeckt, kleine Küchengeräte könnten noch weniger werden und der Schreibtisch ist eigentlich nur eine Ablage.

    Liebe Grüße von Annika

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