Geld sparen mit minimalistischen Gewohnheiten

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Ein großartiger Vorteil vom Minimalismus ist, dass man mit diesem Lebensstil sehr viel Geld sparen kann. Das kommt daher, dass man einige Gewohnheiten ändert. Wir selber haben sehr viele Gewohnheiten geändert und gemerkt, dass wir dadurch am Ende des Monats viel mehr Geld hatten als vorher. Ich zeige Dir, welche Gewohnheiten das sind und wie Du durch Minimalismus Geld sparen kannst.

Oft hört man ja, dass man viel Geld haben muss, um minimalistisch zu leben. Aber das stimmt nicht – ganz im Gegenteil. Für diesen Lebensstil braucht man kein extra Geld, sondern man spart sich sehr viel ein. 

Das liegt daran, dass man durch den Minimalismus auch viele Gewohnheiten ändert. Gewohnheiten, die uns dazu verleitet haben, viel Geld auszugeben. Durch den Minimalismus haben wir gelernt, dass wir durch das Ändern einiger Gewohnheiten sehr viel mehr Geld und dadurch auch sehr viel mehr Zeit zur Verfügung haben. 

Ich möchte Dir zeigen, welche Gewohnheiten Du ändern kannst, um zukünftig durch den Minimalismus Geld zu sparen. Denn Geld ist Zeit – und durch den Minimalismus wollen wir doch erreichen, dass wir mehr Zeit haben.

Kaufverhalten ändern

Die wichtigste Gewohnheit, die man durch den Minimalismus ändert, ist das Kaufverhalten. Wenn man mit dem Minimalismus anfängt und ausmistet kommen sehr viele Gegenstände weg. Da möchte man ja nicht gleich wieder alles vollstellen. Auch lernt man durch den Minimalismus, ob man bestimmte Gegenstände wirklich braucht oder nicht. Das alles hat auch sehr große Auswirkungen auf das Kaufverhalten. 

Ich habe oft Dinge gekauft, weil sie mir einfach gefallen haben. Manchmal habe ich mir überlegt, wo es Zuhause hinpassen könnte und nicht, ob ich es auch wirklich brauchen kann. Da kam es dazu, dass ich viel Geld für irgendwelche Gegenstände ausgegeben habe, die ich nicht brauchte und die nur irgendwo herumstanden. 

Also überlege Dir vor jedem Kauf, ob Du den Gegenstand wirklich brauchen kannst. Vermeide Spontankäufe und warte lieber ein paar Tage ab. Du kannst den Gegenstand auch auf eine Wunschliste schreiben und Dir überlegen, ob er Dein Leben wirklich bereichern kann und ob Du ihn auch wirklich brauchst. Wenn Du vor dem Kauf wirklich überlegst kannst Du Dir auf jeden Fall viel Geld sparen.

Auch beim wöchentlichen Lebensmitteleinkauf kannst Du Geld sparen. Früher waren wir oft einkaufen ohne einen Plan zu haben. Wir haben alles in den Wagen gelegt, was wir lecker fanden. Zuhause haben wir dann aber gemerkt, dass wir viel zu viel eingekauft hatten. Oft gingen uns Lebensmittel kaputt und wir mussten sie wegwerfen. 

Das kannst Du vermeiden, indem Du Dir vorher überlegst, was Du in der Woche kochen möchtest. Schreibe Dir die Lebensmittel, die Du immer brauchst und die, die Du für die Gerichte brauchst auf einen Einkaufszettel und gehe danach einkaufen. Das spart vor allem beim Einkaufen sehr viel Zeit und Geld und Du vermeidest es, dass Dir Zuhause zu viele Lebensmittel kaputt gehen.

Bis zum Schluss verwenden

In der Werbung werden uns viele Produkte gezeigt, die uns unser Leben noch einfacher und besser machen sollen. Auch Trends sagen uns, welche Kleidung, Möbel und Kosmetik gerade total angesagt ist und wir das auch alles unbedingt haben müssen, um dabei zu sein. Dabei kann es passieren, dass alte, aber trotzdem noch sehr gut erhaltene Produkte durch die neueren, trendigeren und meistens auch teureren Produkte ersetzt werden. 

Ich selber habe auch immer so gehandelt. Wenn es ein neues Puder gab habe ich es gekauft und das alte weggeschmissen. Obwohl noch genug drin war. Auch habe ich neue Küchenutensilien gekauft, obwohl die alten noch völlig in Ordnung waren. Bei Kleidung und Möbeln war es ganz genauso. Aber diese Gewohnheit ist total verschwenderisch, denn man wirft Dinge weg, die noch sehr gut sind und die man noch viel länger hätte verwenden können. 

Durch den Minimalismus haben wir gelernt, dass wir Trends nicht mehr folgen müssen. Und das musst Du auch nicht. Du musst niemanden etwas beweisen oder durch Produkte zeigen, dass Du dazugehörst. Wenn Du mit deinen „alten“ Sachen noch super glücklich bist und sie funktionieren dann brauchst Du sie nicht durch neuere, hübschere Produkte ersetzen. Verwende die Gegenstände so lange sie noch funktionieren. 

Und wenn Du mal einen Gegenstand siehst, den Du unbedingt haben möchtest, der alte gleiche Gegenstand aber noch funktioniert, dann schreibe ihn Dir auf. So kannst Du Dich dann richtig darauf freuen, wenn der alte Gegenstand einmal kaputt sein sollte. Oder wenn Du mit der Farbe eines Gegenstandes nicht mehr zufrieden bist kannst Du es ja zB bemalen. 

Es ist sehr nachhaltig und spart super viel Geld, wenn man seine alten vorhandenen Gegenstände so lange benutzt, so lange sie noch funktionieren.

Wiederverwenden/Upcyceln

Viele Gegenstände funktionieren super lange, aber manchmal möchte man sie einfach trotzdem nicht mehr haben, weil man sie nicht mehr braucht. So kann es zB sein, dass einem die Kleidung von vor ein paar Jahren nicht mehr passt und viel Platz im Schrank wegnimmt. Kleidung kann man noch sehr gut spenden, verkaufen und verschenken. So hast Du die Möglichkeit, Dir auf Plattformen super günstig gebrauchte Kleidung oder auch andere Gegenstände zu kaufen. Damit kannst Du schon sehr viel Geld sparen. Auch kannst Du durch das Verkaufen von Deinen nicht mehr genutzten Gegenständen selber noch Geld verdienen.

Ein ganz toller Trend ist zur Zeit auch Upcycling bzw. Reusing. Alte, nicht mehr funktionierende Gegenstände oder auch Dinge, die wir oft für Müll halten, kannst Du super einfach und vor allem auch noch mit ganz viel Freude Upcyceln. So kannst Du zB aus alten Kleidungsstücken neue Geschirrtücher herstellen, aus Lebensmittel-Resten noch tolle Gerichte zaubern, Seifen-Reste zu einer neuen Seife machen usw. Im Internet gibt es super viele Ideen, die man Zuhause sehr einfach umsetzen kann.

So kannst Du aus nicht mehr brauchbaren Dingen etwas herstellen, was Du zukünftig wieder benutzen kannst. Damit kannst Du sehr viel Geld sparen, es ist sehr nachhaltig und macht auch noch sehr viel Spaß.

Zweckentfremden

Es gibt gefühlt für jede Tätigkeit mindestens einen Gegenstand. So kann es passieren, dass man (vor allem in der Küche) für jeden kleinen Zweck einen eigenen Gegenstand hat. Da kann die Küche schnell voll werden und es stehen oft Dinge herum, die man ganz selten benötigt. 

Doch das muss garnicht sein. Es gibt viele Gegenstände, die man auch zweckentfremden kann und die man für mehrere Tätigkeiten einsetzen kann – obwohl sie garnicht dafür gedacht sind.

Beim Minimalismus überlegt man vor dem Kauf immer, ob man den Gegenstand wirklich braucht und ob man nicht schon einen ähnlichen Gegenstand Zuhause hat. Und wenn man öfter überlegt und ausprobiert kann es dann passieren, dass man den Messbecher in der Küche als Gießkanne verwendet, eine Beule mit Tiefkühlgemüse kühlt oder Zahnseide zum Nähen verwendet. 

Im Internet findest Du viel Tipps, was man wofür noch verwenden kann. Wenn Du Dir das Zweckentfremden zur Gewohnheit gemacht hast kannst Du eine Menge Geld sparen – denn oft haben wir die Dinge, die wir eigentlich erst kaufen wollten, schon Zuhause.

Selbst herstellen

Die Industrie stellt immer mehr Produkte her, die uns das Leben vereinfachen sollen. Aber oft gibt es auch Gegenstände, die super teuer sind, die man aber ganz leicht Zuhause selber herstellen kann. 

Ich war früher oft zu faul, irgendwelche Dinge selber herzustellen. Aber seit wir minimalistisch leben habe ich auch mehr Zeit gewonnen und so auch die Lust dazu bekommen, Dinge selber herzustellen. 

Ganz einfach selber herstellen kann man vor allem Putzmittel und Pflegeprodukte. Viele tolle Rezepte findest Du bei www.smarticular.net oder www.utopia.de

Zuhause haben wir nun eine Deocreme, die sehr einfach herzustellen war und schon ewig lange hält und wirklich richtig gut funktioniert. Dann habe ich noch die Salbei-Tinktur meiner Schwester, die man ganz vielseitig einsetzen kann. Und zB auch Toiletten-Tabs, die mit sehr wenig Aufwand selber hergestellt werden können.

Selbst gemachte Produkte sind sehr nachhaltig, sehr umweltschonend und auch sehr günstig in der Herstellung. Und ich finde, sie sind auch immer eine tolle Geschenkidee, denn für die Herstellung des Geschenks hat sich jemand Gedanken gemacht und auch Zeit genommen. Und das ist eine sehr schöne Geste.

Ausleihen/Mieten/Teilen

Eine sehr große Angewohnheit, die man mit dem Minimalismus lernt ist, nicht mehr alles gleich zu kaufen. Wie schon oben beschrieben sollte man sich vor dem Kauf Gedanken machen, ob man etwas wirklich braucht oder nicht.

Und wir haben uns angewöhnt zu überlegen, wie oft wir etwas benutzen werden. Wenn wir einen Gegenstand brauchen, ihn aber voraussichtlich nur 1-2x im Jahr benutzen werden, kaufen wir ihn nicht. Es gibt viele Möglichkeiten, Dinge zu nutzen, sie aber nicht zu besitzen. Und das geht mit ausleihen, mieten und teilen

Für den Kindergeburtstag, den wir letztens gefeiert haben, habe ich zB eine Muffinform gebraucht. Ich hatte keine, aber wollte mir für dieses eine Mal keine neue kaufen. Ich habe meine Freundin gefragt, ob ich mir ihre ausleihen kann. Und sie hat mir gleich 2 gegeben. Dafür bin ich ihr super dankbar, denn so konnte ich leckere, bunte Muffins für die Kinder backen.

Auch ist unser großer Traum, mit einem Camper-Van Urlaub zu machen. Wir haben aber viel überlegt und sind nun zu dem Schluss gekommen, dass wir uns keinen kaufen werden, sondern immer einen mieten werden. Das geht zB bei paulcamper.de

Und wir hatten auch früher mal mit einem Nachbar ein Gartengerät zusammen geteilt. So musste ihn nicht jeder selber kaufen, sondern man hat sich ein einziges geteilt und das wurde dann öfter benutzt, als wenn nur wir es gehabt hätten. 

Ich finde, dass diese drei Möglichkeiten immer vor einem Kauf vorgezogen werden sollten. Das ist sehr nachhaltig, man verwendet etwas, was es eh schon gibt, man spart dabei sehr viel Geld und man kommt auch noch mit Menschen in Kontakt. 

Das sind nur ein paar Ideen, wie man mit minimalistischen Gewohnheiten Geld sparen kann. Ich finde sie sehr wichtig, denn wir arbeiten stundenlang für das Geld, das wir monatlich aufs Konto bekommen. Und das sollte man auch sinnvoll einsetzen und nicht für Gegenstände ausgeben, die wir nicht brauchen. Es macht viel mehr Spaß, das Geld zB für gemeinsame Ausflüge auszugeben. Oder eben nur für die Dinge, die man wirklich braucht.

Schreibe mir gerne in die Kommentare, ob Du diese Gewohnheiten auch bereits geändert hast. Und Du kannst auch gerne Deine eigenen Tipps weitergeben, wie man im Alltag Geld sparen kann. Ich freue mich sehr!

Hab noch einen ganz wundervollen Tag und bis zum nächsten Mal!

Deine Caro

Video zum Beitrag (Youtube: saltypeanut)

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6 Kommentare zu „Geld sparen mit minimalistischen Gewohnheiten

  1. Hallo Caro,

    Meine Spartipps:
    Ich verwende in der Küche statt Papierküchentüchern einfache Baumwollfrotteetücher, die ich bei 60 Grad mitwasche. Ausserdem trinke ich Leitungswasser und selten Alkohol. Schminke kaufe ich keine mehr, seit ich 40 bin.

    Bis zum Ende nutzen, mache ich wie Du:
    Handcreme und Sonnencreme quetsche ich bis zum letzten Tropfen aus, bevor ich neue kaufe.
    Unsere Möbel werden mein Mann und ich wohl bis zum Lebensende nutzen, ausser die Matratzen und die Sofasessel, wenn sie durchgesessen sind. Meine Turnschuhe trage ich knapp 10 Jahre, meine Segelschuhe seit 2011.

    Upcycling ist nicht mein Ding, da ich Basteln nicht mag.

    Viele Grüße von Kerstin

  2. Hallo Caro,
    vielen Dank für deinen schönen Beitrag – und vor allem für die beiden Punkte „Bis zum Schluss verwenden“ und „Upcyceln“. Diese beiden Stichworte werden meiner Meinung nach in anderen Beiträgen zum Thema Minimalismus häufig vergessen, vor allem, wenn es ums Aussortieren geht. Als ich beispielsweise Anfang des Jahres meinen Kleiderschrank ausgemistet habe, gab es deswegen drei Stapel: behalte ich – kann weg – will ich verändern/ reparieren. Einige Teile vom letzten Stapel haben es wieder in meinen Kleiderschrank geschafft, nachdem sie enger genäht oder kleine Löcher mit Stickereien verziert wurden, und jetzt ziehe ich diese Stücke wieder sehr gerne an. Für nächste Woche habe ich ein Kleid vorgenommen, das mir leider nicht mehr passt. Der Stoff gefällt mir aber sehr gut und deswegen möchte ich eine kurze Hose daraus nähen. Auf diese Weise habe ich in doppelter Hinsicht Geld gespart: Ich muss weder eine neue Hose kaufen noch Material, um meinem Hobby, dem Nähen, nachgehen zu können. Und zusätzlich habe ich danach ein wirkliches Unikat im Kleiderschrank!
    Viele Grüße, Hannah

    1. Liebe Hannah, 

      vielen Dank für Deine Nachricht! Das ist auf jeden Fall eine super tolle Idee und ich finde es ganz toll, wie Du sie umsetzt! Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim Nähen und designen 🙂 Viele liebe Grüße, Caro

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