Minimalismus-Story: Anna von „nordbewusst“

Minimalismus ist ganz individuell und vielseitig. Genauso wie wir Menschen. Jeder von uns hat andere Prioritäten und jeder von uns lebt anders. Beim Minimalismus gibt es nicht „den einen, richtigen Weg“. Manche leben zB extrem minimalistisch, manche nur in einigen bestimmten Bereichen. Jeder lebt also seinen eigenen Minimalismus. Und das ist genau das, was ich total interessant finde! Minimalismus ist sehr vielseitig und das ist das Faszinierende daran! Denn Minimalismus ist nicht nur ein Trend, sondern eine Lebenseinstellung. Heute erzählt Anna von „nordbewusst“, wie sie den Minimalismus in ihrem Leben integriert hat.

Deswegen starte ich ab heute auf meinem Youtube-Kanal meine neue Serie „Minimalismus-Story“. Jeden Monat werde ich Euch ganz tolle Menschen vorstellen, die den Minimalismus auf ihre ganz eigene Weise in ihrem Leben integriert haben. Sie zeigen, wie sie leben, was ihnen beim Minimalismus wichtig ist, wie sie angefangen haben, was sie geändert haben und warum, geben ihre persönlichen Erfahrungen und Tipps weiter und zeigen, wie sie ihren eigenen Minimalismus ausleben.

Ich denke, dabei können wir alle voneinander lernen und so auch den Minimalismus wieder ein Stück näher kennenlernen – von einer ganz anderen Seite.

Meine Serie starte ich mit der lieben Anna von „nordbewusst“. Anna habe ich über Instagram kennengelernt und uns verbindet die Leidenschaft zum Minimalismus, aber auch zu Slow Living und Skandinavien (und Möwen ^^). Anna hat eine Zeit lang in Skandinavien gelebt und stellt auf ihrem tollen Podcast ihre Erfahrungen und die entschleunigte Lebensweise der Skandinavier:innen vor und gibt dort sowie auch über Instagram und ihrem YouTube-Kanal viele Tipps zum Minimalismus sowie auch für ein achtsames Leben weiter. Ihren Podcast höre ich super gerne beim Spazieren gehen oder wenn ich morgens meinen Kaffee trinke. Mit Anna kann man immer sehr gut entspannen und es sich hyggelig machen!

Und deswegen habe ich gleich an sie gedacht, als mir die Idee von der Serie in den Sinn kam. Ich habe Anna angeschrieben und sie hat glücklicherweise gleich zugesagt! Ich habe ihr ein paar Fragen gestellt, die sie hier nun beantwortet.

Lasst Euch also jetzt von der lieben Anna inspirieren!

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@nordbewusst Minimalismus bei Anna

Wer bist du?

Anna: Hej, ich bin Anna! Vielleicht kennst Du mich ja bereits schon von meinem Podcast, von Instagram oder meinem Youtube-Kanal. Dort rede ich nämlich über meine Liebe zu Skandinavien und zeige, wie man die skandinavische Entschleunigung in sein Leben einfließen lassen kann. Dementsprechend beschäftige ich mich auch hier mit dem skandinavischen Minimalismus und freue mich total darauf, jetzt ein paar Fragen zu beantworten!

Was bedeutet Minimalismus Dich?

Anna: Für mich bedeutet Minimalismus, dass man sich mit den Fragen auseinandersetzt, wer man wirklich ist und wer man sein will. Dementsprechend geht es mir also nicht darum, so wenig Sachen wie möglich zu besitzen, sondern nur Gegenstände zu besitzen, die zu mir selbst passen und mich von dem Rest zu lösen.

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@nordbewusst Kleiderschrank

Welchen Bereich hast du zuerst „minimalisiert“?

Anna: Ich habe zuerst meinen Kleiderschrank minimalisiert. Ich hatte früher massenhaft Kleidung und habe dann mit der Konmari-Methode einmal alles herausgeholt und dann vier Tage lang meine Kleidung durchgeschaut. Daraufhin hat es noch einige Monate lang gedauert, in denen ich mich immer wieder meinem Kleiderschrank gewidmet habe. Aber nun bin ich zufrieden!

Was sind für dich die Vorteile eines minimalistischen Lebensstils?

Anna: Der größte Vorteil am Minimalismus ist für mich auf jeden Fall die Zeitersparnis. Sei es zB. bei der Kleiderwahl am Morgen (die geht viel schneller!) und auch der Haushalt geht viel, viel schneller und ich finde (gerade in der heutigen Zeit) ist Zeit das wichtigste Gut und dementsprechend super viel Wert.

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@nordbewusst Skandinavischer Minimalismus

Deine Tipps für Minimalismus-Anfänger?

Anna: Wenn Du mit dem Minimalismus anfangen möchtest, dann würde ich Dir empfehlen, nicht einfach wahllos Zeug herauszuschmeißen, das Du nicht mehr brauchst. Sondern das Ganze lieber ein bisschen langsam angehen zu lassen und sich die Frage zu stellen, wer man denn überhaupt ist. Also: Was ist Dir wichtig? Welches Leben möchtest Du überhaupt führen? Nimm Dir einfach mal Zeit, diese Fragen in Ruhe zu beantworten und anhand dessen würde ich Dir dann empfehlen, Step by Step und ganz in Deinem Tempo die Sachen auszusortieren, die nicht oder nicht mehr zu Dir oder Deinem Leben passen.

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@nordbewusst Skandinavischer Minimalismus

Wie würdest du deinen Minimalismus-Stil beschreiben?

Anna: Ich orientiere mich sehr an den skandinavischen Minimalismus. Während meiner Zeit in Norwegen habe ich den klaren Einrichtungs- und auch Kleidungsstil sehr bewundert. Und deshalb findet sich bei mir viel helles Holz, schlichte Dekoration und unaufgeregte Farben.

In welchem Bereich hat sich der Minimalismus bei dir am meisten ausgewirkt?

Anna: Eigentlich hat sich der Minimalismus in jedem Lebensbereich ausgewirkt. Aber am meisten wahrscheinlich an der Kleidung. Ich kaufe meine Kleidung schon seit Jahren am liebsten auf dem Flohmarkt und da sie dort so günstig ist, hat sich ziemlich schnell ziemlich viel angehäuft. Früher wollte ich alle möglichen Stilrichtungen abgedeckt haben und mittlerweile möchte ich einfach nur meinen Stil abgedeckt haben. Dementsprechend hat sich das deutlich minimiert.

Aber auch mein Badezimmer hat sich sehr verändert. Hier durfte die ein oder andere Plastikverpackung weichen und stattdessen finden sich jetzt viele nachhaltige Alternativen, viel Holz und natürliche Materialien. 

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@nordbewusst Fika und Frühstück

In welchem Bereich bist du nicht minimalistisch?

Anna: Über diese Frage musste ich schmunzeln ^^ Und eigentlich muss ich auch über meine Antwort schmunzeln, denn ich würde sagen, dass es bei mir keinen Minimalismus im Bereich Essen gibt. Ich mag es nämlich total gerne mit vielen verschieden Zutaten zu kochen und probiere mich super gerne aus. Deswegen ist meine Vorratskammer tendenziell eher nicht ganz so minimalistisch.

Was machst du mit den aussortierten Sachen? Hast du Tipps?

Anna: Meine aussortierten Dinge gebe ich meistens meiner Mama. Sie näht daraus immer noch richtig viel und so ist schon das ein oder andere neue Kleidungsstück entstanden oder auch Spielzeug für meine Nichten und Neffen. Also sie verwertet es immer ganz gut weiter. 

Vor allem wenn man in der Stadt wohnt finde ich aber die typischen „zu verschenken“-Boxen eine super Möglichkeit, um Sachen loszuwerden und anderen eine Freude damit zu machen.

Was inspiriert dich, an deinen Träumen festzuhalten?

Anna: Diese Frage finde ich besonders schön. Ich würde sagen, ich mache mir gerne bewusst, wie wunderbar und vor allem wie kurz das Leben doch ist. Deshalb möchte ich nicht einfach nur vor mich hin leben, sondern dieses Geschenk ganz bewusst nutzen und aus jedem Tag das Beste rausholen und die Alltagsfreuden ganz bewusst genießen.

Ich bedanke mich für das tolle Interview – es hat mir sehr viel Spaß gemacht!

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@nordbewusst Natürliche und nachhaltige Einrichtung

Vielen Dank liebe Anna für das tolle Interview und auch die super informativen Antworten auf meine Fragen! Es ist immer wieder schön, Dir zuzuhören!

Das ist also die Minimalismus-Geschichte von Anna. 

Gebe mir gerne Bescheid, ob Dir diese Art Interview gefällt und ob Du gerne noch mehr davon lesen möchtest.

Hab noch einen ganz wundervollen Tag und bis zum nächsten Mal!

Deine Caro

Video zum Beitrag (Youtube: saltypeanut)

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